Deutsche Telekom AG – Eine weitere Anekdote

23. Februar 2009

Originell ist es nicht gerade von den Fehlleistungen eines Telefonanbieters zu schreiben. Ich sehe mich da eher in der Chronistenpflicht. Schließlich ist der Tatbestand selbst dann doch erstaunlich. Seit sechs Jahren und sieben Monaten schafft es die Telekom nicht, unsere alte Adresse aus ihren Datenbeständen zu entfernen. Jedes Mal, wenn wir telefonisch eine Tarifumstellung vornehmen, kommt die dann notwendige schriftliche Bestätigung nicht an. Den Grund ahne ich dann schon. Wie erwartet, bringt schließlich der Postbote mit der entsprechenden Verzögerung eine Kopie dieser Bestätigung, begleitet von einem Standard-Anschreiben, dessen Wortlaut nicht ohne Pathos auskommt und das mich, den Kunden, mit einem leisen Schuldgefühl gegenüber den emsig arbeitenden Telekom-Mitarbeitern zurück lassen soll.  So kommt es mir jedenfalls vor, wenn ich lese:

Sehr geehrte Damen und Herren,

die beiliegenden Dokumente sollten Ihnen auf dem Postweg zugestellt werden. Wir erhielten das Schreiben leider zurück.

Da es uns wichtig ist, dass unsere Kunden allen Schriftverkehr schnellstmöglichst erhalten, haben wir erfolgreich für Sie recherchiert und senden Ihnen den Brief heute zu.

Wir wünschen Ihnen einen erfreulichen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Kundenservice

Dieses Schreiben haben wir inzwischen, so meine ich mich zu erinnern, zum vierten Mal erhalten. Anscheinend werden wir mit zwei Datenbeständen bei der Telekom geführt und beim alltäglichen Schriftverkehr wird auf die richtige Adresse zurück gegriffen, beim besonderen Schriftverkehr kommt die falsche Adresse ins Spiel. Weder unser mehrmaliger Hinweis auf die richtige Adresse ändert daran etwas, noch die deshalb jeweils notwendig werdende Recherche  der T-Com.

Das Schicksalhafte wandert aus der Natur heraus ja auch gerne immer wieder in die Technik, und ich weiß mich glücklich, dass es bislang für uns nur in dieser eher lästigen Form in Erscheinung trat.


Das Lexikon der Fußballirrtümer – der Link zu einer Besprechung

5. Februar 2009

Trotz interessanter Fakten scheint es etwas mühselig zu sein, „Das Lexikon der Fußballirrtümer“ zu lesen. Hier gibt es eine Besprechung.


„The Schmutzdecke“ – So schön kann Linguistik sein

5. Januar 2009

Wer wie der Bremer Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch gerade so richtigen Erkenntnishunger dieser Art verspürt, folgte früher den Querverweisen im Lexikon. Heute googelt man sich durchs Netz und teilt das frisch erworbene Wissen. In diesem Fall handelt es sich um das im englischen Lexikon heimisch gewordene Schmutzdecke. Wobei mir „The Schmutzedecke“ schöner im Ohr klingt, weil dieses eingeenglischte deutsche Wort neben den interessanten wissenschaftsgeschichtlichen Fragen auch den assoziativen Raum öffnet für Witz und Komik. Ich höre den englischen Muttersprachler das Wort aussprechen und beginne zu denken. Dank nach Bremen.


Saisonvorbereitung

17. Juli 2008

Neuer Kader, neue Saison, neuer Blog.