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16. März 2009 / Ralf Koss

Kuriose Begründung für einen Fahrrad-Preis

Seit dem Jahr 2000 verleiht die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen (AGFS) jährlich einen „best for bike“ genannten Preis für die „fahrradfreundlichste Entscheidung“ des Jahres. Damit sollen „Projekte, Ideen, Konzepte und Aktivitäten ausgezeichnet werden, die das Radfahren – als wichtige Verkehrsart – für jeden einzelnen noch attraktiver machen“.

Kurios hören sich allerdings, vielleicht nur durch eine Verkürzung der Tageszeitungsmeldung, die Sätze an, mit der die diesjährige Nominierung Kölns für diesen Preis begründet wird:

Ausschlaggebend für die Nominierung Kölns war die jährliche Selbstverpflichtung der Stadt, jährlich mindestens 1000 Abstellplätze für Fahrräder neu zu schaffen und dadurch ein deutliches Zeichen zur Förderung des Radverkehrs zu setzen.

Da stellt sich bei mir eher der Gedanke ein, Fahrräder, die nicht fahren, können Autos schon mal nicht mehr stören. Das Bild der abgestellten und damit nicht benutzten Fahrräder ist einfach sehr stark. Doch ich will gar nicht über die Maßnahme meckern, es hört sich einfach nur komisch an so ein Preis für den ruhenden Verkehr – so heißt es ja wohl in der Sprache der Verkehrsplaner.

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