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15. November 2014 / Ralf Koss

Jetzt im Buchhandel: 111 Orte im Ruhrgebiet, die uns Geschichte erzählen

Von den ersten konzeptionellen Überlegungen und Recherchen zu 111 Orte im Ruhrgebiet, die uns Geschichte erzählen im November/Dezember letzten Jahres über das erste Wort im Manuskript im Januar bis zur Auslieferung des Buchs an die Buchhändler Ende Oktober ist nahezu ein Jahr vergangen. Nun wurde in Duisburg von WAZ/NRZ und in Mülheim von der WAZ in den jeweiligen Lokalteilen schon über 111 Orte im Ruhrgebiet, die uns Geschichte erzählen berichtet. Wir freuen uns natürlich über diese erste positive Resonanz. Schließlich hatten wir uns viel vorgenommen. Mit 111 über das Ruhrgebiet verteilten Orten wollten wir die gesamte Geschichte des Ruhrgebiets von der Antike bis in die jüngste Vergangenheit auf unterhaltsame Weise erzählen. Historische Bilder der Orte sollten die Geschichte illustrieren und ein aktuelles Foto sollte zeigen, wie es heute dort aussieht.

Ein Blick in das Vorwort gibt einen weiteren Eindruck von diesem Vorhaben:

Das Ruhrgebiet in der Vergangenheit, das sind Kohle und Stahl. So wird es meist erzählt. Tatsächlich führte erst die Industrialisierung in den Städten der Region zu dem Bewusstsein, eine gemeinsame Geschichte zu besitzen. Tatsächlich richtete sich die Aufmerksamkeit meist auf das Geschehen in der Montanindustrie. Hoffnung, Auseinandersetzungen und Sorgen brachte sie mit sich, oft stellvertretend für ganz Deutschland, sei es im Deutschen Reich oder nach dem Zweiten Weltkrieg, sei es im Zuge des so genannten Strukturwandels.

Doch so sehr die Industrie noch das gegenwärtige Bild des Ruhrgebiets prägt, diese Stadtlandschaft bietet selbstverständlich auch andere Geschichte(n). Ob es Ereignisse in den Hanse- oder Ackerbürgerstädten fernerer Zeiten sind oder Begebenheiten der jüngeren Vergangenheit, die im Ruhrgebiet nicht vermutet werden, weil sie selten erzählt sind. In Kultur und Sport geschah Bemerkenswertes. Was gibt es zur Identität des Ruhrgebiets zu sagen?

Bestimmte Plätze, Häuser, manchmal auch Schächte, einzelne Orte des Ruhrgebiets bestimmen diese Geschichten. Etwas geschah und wirkt weiter, auch jetzt, wo die Bevölkerung sich nicht mehr zu großen Teilen aus Bergleuten und Stahlarbeitern sowie ihren Familien zusammensetzt. Mit den erzählenswerten Geschichten der Vergangenheit geht es eben auch um die Frage, was diese Region für wichtig nimmt, und wohin sie vielleicht gehen wird.

Mit unseren Geschichten wollen wir auch Alltag und Lebenswirklichkeit des Ruhrgebiets durch die Zeitläufte einfangen. Wir wollen zum Weiterlesen anregen, zum Nachdenken darüber, wie die Vergangenheit in die Gegenwart hineinwirkt. Wo sie bestimmend ist, ohne wahrgenommen zu werden. Wo sie hilfreich sein kann, weil mit ihr Stärken dieser Region aufscheinen.

In dem Blog Orte im Ruhrgebiet, die Geschichte erzählen gibt es nicht nur weitere Informationen rund um das Buch. Nach und nach werde ich all das zu den Orten des Buchs online stellen, was wir bei der Recherche gefunden haben und für das nicht genügend Platz vorhanden war oder für das das Printmedium Buch nicht der geeignete Ort zur Veröffentlichung war – seien es Bewegtbilder, Fotos oder weitere Geschichten aus der Geschichte. Die Beschäftigung mit weiteren Orte und ihrer Geschichte ist dabei nicht ausgeschlossen.

Ralf Koss und Stefanie Kuhne
111 Orte im Ruhrgebiet, die uns Geschichte erzählen
240 Seiten
Emons Verlag
€ 14,95

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