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5. Januar 2015 / Ralf Koss

Begeisternde Fußballwelt an der Dortmunder Oper

Vorfreude auf die ersten Wochen des Jahres gesucht? Dann schnell die Karten vorbestellt für Roxy und ihr Wunderteam. Zu erleben sind mitreißende Musik, wunderbare Choreografien, große Stimmen, ein Ensemble voller Spielfreude, das boulevardeske  Komik zu nutzen weiß. Henning Hagedorn und Matthias Grimminger haben die Vaudeville-Operette mit der Musik von Paul Abraham der Vergessenheit entrissen. 1937 hatte das Stück seine gefeierte Premiere in Budapest. Ein Jahr später erlebte es in Wien noch einmal eine längere Aufführungsdauer. Für Paul Abraham sind diese Aufführungsorte gleichzeitig Fluchtorte. Die großen Erfolge im Berlin der Weimarer Republik waren für den Komponisten jüdischer Herkunft mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten vorbei. Paul Abraham verbindet in seiner Musik die unterschiedliche Traditionslinien der klassischen Operette, des Schlagers und des Jazz. Seine Lieder werden zur Popmusik seiner Zeit, die heute nichts an Frische verloren hat.

Der Fußball als Milieu trägt die Handlung, und eine grundsätzliche Frage aller Fußballtrainer treibt diese Handlung voran: Schadet die Liebe der sportlichen Leistung? Roxy ist nämlich die Braut, die sich nicht traute. Aus der Hochzeitsmesse heraus flüchtet sie kurz vor dem Jawort in das Hotelzimmer eines Fußballers. Der hat als Kapitän seiner Mannschaft gerade vom Trainer den Auftrag erhalten, die Vorbereitung auf das nächste Spiel ohne Alkohol und Frauen bei einem Trainingslager in der ungarischen Provinz zu gewährleisten. Nur so könne eine erneute desaströse Niederlage verhindert werden. Klar, dass die Mannschaftskollegen ganz anderer Meinung sind, und ebenso klar, dass der Vormund von Roxy, der schottische Mixed-Pickles-Produzent Cheswick, und ihr an Liebeskummer leidender Bräutigam ihr hinterher kommen.

Der Fußball der Gegenwart ist mit einigen ins Libretto aufgenommenen Spielerzitaten präsent und auch die Borussia erhält ihren aufmunternden Gesang. Roxy und ihr Wunderteam ist lebendige, großartige Ruhrgebietskultur. Beschwingt und begeistert wird man das Dortmunder Theater verlassen.

Bei den Ruhrbaronen gibt es eine weitere Besprechung von Honke Rambow. Und wer die Realitätsnähe dieses Bühnenstücks prüfen möchte, der sei auf die Erfahrungen des MSV Duisburg hingewiesen.

Erste Eindrücke geben zwei Trailer:

Die Informationen beim Theater Dortmund gibt es mit einem Klick weiter

Die Termine der kommenden Vorstellungen:

Sa, 17. Januar 2015
Do, 29. Januar 2015
Sa, 07. Februar 2015
Fr, 13. Februar 2015
Mi, 18. Februar 2015
Fr, 27. Februar 2015
So, 15. März 2015

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