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9. Dezember 2019 / Kees Jaratz

111 Orte in Dortmund beim Radio 91.2

Ich weiß wieder, wie Politikersätze für die berühmten 1.30 in Radio und TV zustande kommen. Samstag war ich in Dortmund bei Radio 91.2. Die Moderatorin Kirsten Guthmann begann mit ihren Fragen, und in meinem ersten Antwortanlauf zur ersten Frage hatte ich schon die gesamte Interviewzeit aufgebraucht. Im zweiten Take war ich dann schnell genug. Das Interview gibt es mit einem Klick zur Seite von Radio 91.2.

2. Dezember 2019 / Ralf Koss

Erste Besprechungen trudeln ein

Kaum sind die „111 Orte in Dortmund, die man gesehen haben muss“ in den Buchhandlungen zu finden, schon kommen die ersten Besprechungen ins Haus.

24. November 2019
In-StadtMagazine:
„‚111 Orte in Dortmund, die man gesehen haben muss‘ – Ein Buch, das überrascht“

24. November 2019
Mengede-InTakt.de

„In seinem ‚Stadtführer‘ hat Ralf Koss bewusst bekannte Orte wie das Fußballmuseum, den Signal Iduna Park und das Dortmunder U übergangen, weil es sein Anliegen war, dem Leser das Versteckte und Abseitige vorzustellen, die skurrilen und besonderen Ecken, die unbekannten Seiten Dortmunds aufzuzeigen und deren Geschichte zu erzählen.“

21. November 2019 / Kees Jaratz

Taranta Babu, am 22. 11. um 19 Uhr – Lesung von 111 Orte in Dortmund, die man gesehen haben muss

Heute erscheint offiziell „111 Orte in Dortmund, die man gesehen haben muss“. Für das Buch habe ich mich mit Dortmund abseits der üblichen touristischen Sichtweisen auf den Ruhrstadtstadtteil beschäftigt. Ich habe nach Orten gesucht, die mit ihrer Geschichte überraschen oder auf eine sehr eigene Weise sehenswert sind. Ich habe dabei Verstecktes gefunden und im Bekannten Besonderheiten. Ich habe Skurriles entdeckt und bin immer wieder auf Orte gestoßen, die allein durch das Engagement von Dortmundern entstanden und lebendig bleiben. Das Buch ist mein persönlicher Blick auf Dortmund.

Morgen findet in Dortmund die Premierenlesung zu diesem Buch statt. Ab 19 Uhr lese ich im Taranta Babu, Humboldtstraße 44, und erzähle von den Erlebnissen während meiner Arbeit an dem Buch. Der Eintritt ist frei.

Am Samstag, den 30. gibt es eine weitere Gelegenheit zur Begegnung in der Buchhandlung Dreesen, Brackeler Hellweg 136, in Brackel. Ab 15.30 Uhr lese ich, allerdings kostet es dort Eintritt.

1. April 2019 / Kees Jaratz

Wie jetzt?! Wirklich wirklich? im Ruhrorter Lokal Harmonie

Am nächsten Samstag kommt im Rahmen der Duisburger Akzente mein Lese- und Hörstück „Wie jetzt?! Wirklich wirklich?“ im Ruhrorter Lokal Harmonie zur Aufführung. Als ich den Text für das Programmheft schreiben musste, war mir die Form der Veranstaltung noch nicht ganz deutlich. Nun wird etwas zu sehen sein, was bei Opern konzertante Aufführung heißt oder bei Drehbüchern Readings. Es ist mehr Theaterstück geworden als O-Ton-Collage. Zusammen mit zwei Gästen werde ich den Text von „Wie jetzt?! Wirklich wirklich?“ lesen. In der Pressemitteilung sieht das so aus:

Die Welt verändert sich immer schneller. Wir spüren, schon morgen wird unser Alltag ein anderer sein. Angst vor zukünftiger Entwicklung findet viele Anlässe. Eine gute Zeit für Utopien. So lauten Buchtitel auf den Bestsellerlisten gegenwärtig „21 Lektionen für das 21. Jahrhundert“, „Alles könnte anders sein“ oder „Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für eine digitale Gesellschaft“. Doch der Mensch störte in früheren Utopien. Er musste immer erst erzogen werden für die erdachten idealen Welten. Hat sich das geändert? Auf der sitzen drei Menschen. Hier ist eine frühe Utopie verwirklicht. Denn die Figuren machen, was der Erzähler will. Die drei Menschen sprechen miteinander. Sie werden unterschiedliche Rollen annehmen. Sie suchen das Mögliche in den Utopien der Gegenwart. Sie streiten sich. Sie finden zueinander. Sie sind abhängig von ihrem Publikum. Ralf Koss macht sein Lese- und Hörstück „Wie jetzt?! Wirklich wirklich?“ zu einer Begegnung der Bestseller-Utopien mit der Duisburger Wirklichkeit. Denn auch Duisburger wissen, wie für die Zukunft gehandelt werden muss. Ihre Stimmen werden zum kommentierenden Chor. „Wie jetzt?! Wirklich wirklich?“ erzählt von dem, was möglich und nötig ist. Es erzählt vom drohenden Scheitern und vom Mut, weiter zu machen.

Wie jetzt?! Wirklich wirklich? – Ein Lese- und Hörstück von Ralf Koss
Ort: Lokal Harmonie, Harmoniestraße 41, 47119 Duisburg-Ruhrort
Zeit: Samstag, 6. April 2019, 16.00 Uhr
Eintritt frei. Hutveranstaltung

17. Januar 2019 / Ralf Koss

Das Junge Licht scheint heller als die Brennende Ruhr

Am Freitag nächster Woche bin ich ab 19 Uhr in der Buchhandlung Tausendundein Buch in Duisburg-Neudorf, Oststraße 125, zu Gast. Dort werde ich dieses Mal nicht eigene Texte lesen, sondern an die Wirklichkeit von Arbeitern im Ruhrgebiet anhand von Erzählungen und Romanen aus dem Ruhrgebiet erinnern. Das Ganze ist ein unterhaltsamer Überblick. Dramatisch geht es dabei zu, komisch und immer wieder auch informativ, wenn ich zusätzlich Literatur- und Ruhrgebietsgeschichte hervorkrame. Als Programmankündigung sieht das so aus:

Das Junge Licht scheint heller als die brennende Ruhr

Die Arbeit in der Montanindustrie  – Das war nicht nur die Arbeit unter Tage und an den Hochöfen. Der Bergbau und die Industriearbeit prägten Mentalität sowie Alltag in Familien und im täglichen Miteinander auf der Straße. Gewohnheiten und Haltungen aus dem Pütt bestimmten, was richtig und was falsch war. In Arbeitersiedlungen traf Wohlverhalten bei Komplettversorgung durch die Zechen auf Mitbestimmungswillen von Arbeitern. Im Bandoneonorchester lernten Bergleute Instrumente spielen. In Vereinsheimen wurde eigene Kultur geschaffen. Der Autor Ralf Koss hat Texte zusammengestellt, in denen sich die Lebenswelt der Arbeiter wiederfindet. Ob in Karl Grünbergs „Brennende Ruhr“, in Max von der Grüns Romanen oder in den Krimis von Peter Kersken, ob in den 1920er Jahren oder in der Gegenwart, der Bergbau und die Industriearbeit wirkten sich auch auf die Literatur aus. Ralf Koss stellt Ruhrgebietsromane sowie ihre Autoren vor und wirft einen unterhaltsamen Blick auf Literatur- und Zeitgeschichte.

Ort: Tausendundein Buch, Oststraße 125, 47057 Duisburg. Kartenbestellung: Telefon 0203.35 66 75
Zeit: Freitag, den 22. Januar 2019, 19 Uhr
Eintritt: 5 Euro

8. Januar 2019 / Ralf Koss

Bergbau in Lyrik, Prosa und Reportage

Das Erinnern gehört zum Abschied. Über den Steinkohlebergbau wurde so viel schon lange nicht mehr berichtet und gesprochen wie im letzten Jahr, als sein Ende in Deutschland nahte. Nun ist die Arbeit unter Tage Geschichte. Nun wird die Lebenswirklichkeit dieser Arbeit in Deutschland endgültig nur noch erinnert. Sie ist eine Sache der Worte geworden. Die Gegenwart findet jeweils neue Worte und wird in Zukunft auf alte Worte zurückgreifen müssen. Denn über die Wirklichkeit des Steinkohlebergbaus wurden über die Jahre immer wieder Texte geschrieben und veröffentlicht.

Es wurde in Reportagen berichtet. Prosa wurde über die Arbeit geschrieben, und es entstanden Gedichte. Arnold Maxwill hat in drei Bänden solche Texte über den Steinkohlebergbau gesammelt herausgegeben. „Schlot, Schacht, Arbeitslandschaft“ heißt die Sammlung von Berichten und Reportagen. In „Seilfahrt, Siedlung, Schwielenhand“ ist Prosa gesammelt, also kurze Erzählungen und Ausschnitte aus Romanen. Im dritten Band „Grube, Grus, Gedinge“ sind Gedichte zu finden.

Es gibt eine Gemeinsamkeit aller gesammelten Texte über die unterschiedlichen Form hinweg. Diese Gemeinsamkeit ist die notwendige Haltung der Schreibenden zur körperlichen Arbeit unter Gefahr. Ohne diese Haltung entstand kein Text. Alle Autoren und die wenigen Autorinnen sahen sich vor die Aufgabe gestellt, sich auf diese körperliche Arbeit zu beziehen. Meist richtete sich die Aufmerksamkeit also auf die schweren Arbeitsbedingungen unter Tage, auf lebensbedrohliche Gefahren, auf die Belastung, denen Männerkörper ausgesetzt waren, auf die notwendigen Eigenschaften der Arbeiter. Die Wertung der jeweiligen Stimmen war dabei unterschiedlich. Heroische Schilderungen von Arbeiterkraft gab es ebenso wie den dokumentarischen Realismus, der den Blick auf Opfer richtete und aufrütteln sollte, um Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Gerade im Prosaband finden sich fast ausschließlich Texte, mit denen die Autoren versuchen die Arbeit selbst zu schildern. Dagegen führen einzelne  Berichte und Reportagen führen über die Arbeitswelt hinaus. In diesem Band gibt es auch die Lebenswirklichkeit der Bergleute außerhalb der Zechen. Gedichte waren Klage, sollten trösten oder feierten Arbeiter als Helden für die Gesellschaft. Der Gedichtband gefällt mir am besten, weil hier am meisten zu entdecken ist. Wer sich schon immer für die Lebenswirklichkeit im Ruhrgebiet interessierte, wird viele der Prosatexte und Reportage kennen.

Die drei Bände sind liebevoll gestaltet, und Arnold Maxwill hat jeweils drei ausgezeichnete Nachworte geschrieben. Er ordnet die Texte literaturgeschichtlich und historisch ein. Er macht aufmerksam auf Haltungen hinter den Texten und auf den Bezug zur Lebenswirklichkeit, die es zur Entstehenszeit gab. Arnold Maxwill hat, als Nachwort versteckt, gleichsam Grundlagenartikel zur Arbeiterliteratur des Ruhrgebiets geschrieben. Inhaltlich so reich und zugleich konzentriert habe ich solche Texte bislang nicht gelesen.

 

Schlot, Schacht, Arbeitslandschaft

 

Arnold Maxwill (Hrsg.): Schlot, Schacht, Arbeitslandschaft
Berichte und Reportagen zum Ruhrgebiet
272 Seiten
14,95 Euro
ISBN: 978-3-8375-1956-3

 

 

Grube, Grus, Gedinge

 

Arnold Maxwill (Hrsg.): Grube, Grus, Gedinge
Gedichte zwischen Flöz und Förderturm
272 Seiten
14,95 Euro
ISBN: 978-3-8375-1954-9

 

 

Seilfahrt, Siedlung, Schwielenhand

 

Arnold Maxwill (Hrsg.): Seilfahrt, Siedlung, Schwielenhand
Prosa aus dem Kohlenrevier
272 Seiten
14,95 Euro
ISBN: 978-3-8375-1955-6

 

Mit den Links gelangt man auf die Seite vom Klartext-Verlag mit den Verlagsinformationen zu den Büchern.

27. November 2018 / Ralf Koss

Radiogespräch mit Helmut Hahues beim Bürgerfunk Moers

Anfang November war ich bei Helmut Hahues vom Bürgerfunk Moers zu Gast und habe mich mit ihm über meine Arbeit unterhalten. Es war mein persönliches Vorprogramm zu dem Heimspiel des MSV gegen den SC Paderborn, wie auf dem Foto unten leicht zu erkennen ist. Gutes Gespräch, gutes Spiel: Der Heimsieg folgte als Hauptprogramm.

Am 11. November wurde das Gespräch dann gesendet, bei dem wir uns zunächst über meine Fußballbuchprojekte unterhalten en haben, über 111 Fußballorte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss und über Mehr als Fußball, kamen wir auf die Geschichte des Ruhrgebiets zu sprechen. Dabei hatte ich auch die Gelegenheit einen Text aus 111 Orte im Ruhrgebiet, die uns Geschichte erzählen zu lesen, jenen Text über die „Zeche Friedrich Heinrich“ in Kamp-Lintfort, ab Minute 12.35.

Und was die Bücher angeht, bleibt noch das Stichwort Weihnachtsgeschenke. Die Fußballorte im Ruhrgebiete gibt es zusammen mit Mehr als Fußball für 20 Euro statt früher knapp 30 Euro. Die Fußballorte alleine kosten 8,90 Euro statt früher 14,95 Euro. Mehr als Fußball alleine kostet 14,90 Euro. Einfach oben klicken und bestellen. Wenn ihr in Duisburg oder näherer Umgebung wohnt, bringe ich die Bücher auf meinen Wegen durch die Stadt vorbei, sonst kommt Versand noch hinzu.

 

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