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17. März 2017 / Ralf Koss

Akzente inoffiziell 2017 – Als in den 1920ern im Park der Tonhalle die Knieende aufgestellt wird

Am Freitag sind die 38. Duisburger Akzente eröffnet worden. In diesem Jahr lautet das Motto des Kulturfestivals Umbrüche. Ich begleite die Akzente mit einem inoffiziellen Programm im Zebrastreifenblog nunmehr im dritten Jahr. Ob ich an jedem Tag Zeit und Idee für einen Programmbeitrag habe, weiß ich am offiziellen Eröffnungstag nie. Eine Unwissenheit, die zum Motto der Akzente in diesem Jahr passt. Wenn sich etwas umfassend verändert, eben das geschieht, was gemeinhin mit einem Umbruch einhergeht, dann ist eins gewiss, wie das Leben nach einem solchen Umbruch aussieht, weiß niemand genau. Behauptet wird zumeist etwas anderes.

Wo sich früher der Tonhallenpark befand, steht heute das CityPALAIS.

Dieser innerstädtische Park Duisburgs entsteht, als die Tonhalle 1887 gebaut wird. Er macht dem wachsenden Bürgertum der Stadt das neue Konzerthaus repräsentativer, wird er wie bei einem herrschaftlichen Anwesen doch von einer halbhohen Mauer mit schmiedeeisernem Zaun umschlossen. Bei Konzerten Zutritt erlaubt! Das ändert sich erst 1927, nachdem der Rat der Stadt beschließt, die Mauer einzureißen und den Park in eine öffentliche Grünanlage umzuwandeln. Derart dem städtischen Leben anvertraut, soll dort auf dem Rasen für die Duisburger auch die Begegnung mit bildender Kunst möglich sein. Schon lange schlagen der Museumsverein und sein Vorsitzender, Professor Dr. August Hoff, vor, den bekanntesten Künstler der Stadt, den Meidericher Bergarbeitersohn Wilhelm Lehmbruck, mit der Aufstellung eines seiner Werke zu ehren. So wird ein Bronzeguss der 1911 geschaffenen »Knienden« probeweise aufgestellt.

Die lang gestreckte Frauenfigur in Überlebensgröße gilt als eines der bedeutendsten Werke Lehmbrucks. In Duisburg kommt es nun zum innerstädtischen Streit. Schimpfende Passanten können sich durch die konservative Presse bestärkt fühlen. Als »Volkes Stimme« versteht sich diese und befeuert mit hetzerischen Worten die Empörung gegen die »Neandertalerin« und das »Produkt einer irregeleiteten Phantasie«. Publizistische Unterstützung erhält die Stadtführung nur von außerhalb. Die linken und liberalen Zeitungen Duisburgs berichten zurückhaltend neutral. Gehandelt wird auch: Schülerinnen verhängen die Skulptur mit einem Laken. Junge Männer beschädigen sie schwer, indem sie sie umstoßen. Trotz des Widerstands bleibt der Rat der Stadt bei seinem Entschluss. Die weiterhin erscheinenden Polemiken gegen die »Kniende« verebben nun langsam. Doch deren Unterton wird politischer. Die hetzerischen Worte gegen die »Kniende« sind eines der Vorzeichen für die Nazi-Diktatur.

Entnommen ist der Text aus dem von mir als Ralf Koss geschriebenen Buch „111 Orte im Ruhrgebiet, die uns Geschichte erzählen. Emons Verlag.“ Die Historie des Ruhrgebiets hat mich seitdem nicht losgelassen. „Orte, im Ruhrgebiet, die uns Geschichte erzählen“ heißt mein Blog zum Thema. Pressestimmen und Informationen zum Buch gibt es dort ebenfalls.

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16. März 2017 / Ralf Koss

Akzente inoffiziell 2017 – Vom Akzente-Vorwort und Ruhr hoch n nebst Spardosen-Terzett sowie Reuter/Eisenberg

Am Freitag sind die 38. Duisburger Akzente eröffnet worden. In diesem Jahr lautet das Motto des Kulturfestivals Umbrüche. Ich begleite die Akzente mit einem inoffiziellen Programm im Zebrastreifenblog nunmehr im dritten Jahr. Ob ich an jedem Tag Zeit und Idee für einen Programmbeitrag habe, weiß ich am offiziellen Eröffnungstag nie. Eine Unwissenheit, die zum Motto der Akzente in diesem Jahr passt. Wenn sich etwas umfassend verändert, eben das geschieht, was gemeinhin mit einem Umbruch einhergeht, dann ist eins gewiss, wie das Leben nach einem solchen Umbruch aussieht, weiß niemand genau. Behauptet wird zumeist etwas anderes.

Im Vorwort des Akzente-Programmhefts spricht Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link mit seinem ersten Satz selbstbewusst davon, die Wirtschaft- und Sozialgeschichte der letzten 150 Jahre habe die Duisburger zu „Fachleuten des Umbruchs“ gemacht. Das klingt sehr technisch. Diese technische Sprache verweist für mich auf ein grundsätzliches Problem Duisburgs, wobei Duisburg nur stellvertretend für das Ruhrgebiet steht.

Es gibt ja eine Wahrheit in diesem Satz, die im Alltag der Bürger dieser Region zu finden ist. Die Bürger des Ruhrgebiets nehmen seit Generationen Wandel sehr bewusst wahr. Denn über Jahre war dieser Wandel ein meist von außen auferlegter Teil ihrer Lebens- und spezieller Arbeitswelt. Im technischen Klang der Sprache nun zeigt sich der Zugang zu diesem Wandel durch die politischen- und ökonomischen Eliten dieser Region. „Fachleute“ haben ihre Angelegenheiten im Griff. Obwohl Sören Link mit seinem Satz die Duisburger gerne alle zu Fachleuten machen möchte, geht dieser Satz an der Lebenswirklichkeit der Duisburger vorbei.

In dem Wort „Fachleute“ scheint ein Selbstbild dieser Region auf, dass diese Bürger nach meinem Eindruck gerade außen vor lässt. Ich vermute, nur wenige Duisburger werden sich als Fachleute des Umbruchs verstehen, auch nicht bildhaft. Die technische Sprache erinnert daran, wie schwer es das Ruhrgebiet mit dem Bild seiner selbst hat.

Andererseits gibt mir dieser Satz die Gelegenheit an einen Song vom Spardosen-Terzett zu erinnern, den ich schon längere Zeit in die Heimatliedsammlung Sektion Ruhrstadt habe aufnehmen wollen. In regelmäßigen Zyklen wird im Ruhrgebiet versucht außerhalb der Region ein gutes Bild abzugeben. Das führt dann schnell dazu, dass „Fachleute“ so ein Bild kommunizierbar machen sollen. Manchmal sind das Imagekampagnen, 2008 aber ging es nur um einen Slogan. Anstatt vor Ort im Ruhrgebiet über solch einen Slogan nachzudenken, wurde eine Düsseldorfer Agentur beauftragt. Ruhr hoch n – Team-Work-Capital war das gut bezahlte Ergebnis. Der Slogan war zwar ohne große Wirkkraft aber gut geeignet, ihn in die Mangel zu nehmen.

Mit einem Klick weiter findet ihr Heimatlied – Sektion Ruhrstadt – Alle Folgen

Auch Matthias Reuter und Benjamin Eisenberg hatten sich des Slogans angenommen.

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14. März 2017 / Ralf Koss

Akzente inoffiziell 2017 – Die Goldenen Zitronen mit Duisburg

Am Freitag sind die 38. Duisburger Akzente eröffnet worden. In diesem Jahr lautet das Motto des Kulturfestivals Umbrüche. Ich begleite die Akzente mit einem inoffiziellen Programm im Zebrastreifenblog nunmehr im dritten Jahr. Ob ich an jedem Tag Zeit und Idee für einen Programmbeitrag habe, weiß ich am offiziellen Eröffnungstag nie. Eine Unwissenheit, die zum Motto der Akzente in diesem Jahr passt. Wenn sich etwas umfassend verändert, eben das geschieht, was gemeinhin mit einem Umbruch einhergeht, dann ist eins gewiss, wie das Leben nach einem solchen Umbruch aussieht, weiß niemand genau. Behauptet wird zumeist etwas anderes.

Seit Jahren möchten das Ruhrgebiet und als ein Stadteil dieser Ruhrstadt auch Duisburg anders wahrgenommen werden. Dahinter steht ein Streben nach großstädtischer Bedeutsamkeit, das in großen Teilen durch ein ökonomisches Bedürfnis angetrieben wird. Das Ruhrgebiet soll als attraktiver Standort für Unternehmen und Arbeitskräfte wahrgenommen werden. Im Kulturhauptstadtjahr 2010 führte dieser Wunsch nach großstädtischer Bedeutsamkeit zum Unglück bei der Loveparade. Die Goldenen Zitronen haben 2013 einen Song über das Unglück gemacht. Zu hören ist zunächst keine eingängige Musik, sondern der Song erinnert an Klangkunstwerke. Erst später entwickelt sich eine Melodie und im Text wird die Kritik an den Organisatoren der Veranstaltung zum Abgesang auf die kulturelle Kraft der Loveparade-Bewegung insgesamt.

Hinweise auf weitere online zu findende Duisburg- und Ruhrstadt-Lieder nehme ich gern entgegen. Helft mit die Sammlung wachsen zu lassen.

Mit einem Klick weiter findet ihr Heimatlied – Sektion Duisburg – Alle Folgen

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13. März 2017 / Ralf Koss

Lesung am 18. März um 20 Uhr in Ruhrort

Welche Texte genau ich am nächsten Samstag für die Lesung in Ruhrort auswählen werde, weiß ich noch nicht. Sicher werden Texte mit dabei sein, in denen es um Fußball geht. Wenn es sich ergibt, werde ich in meine Schreibwerkstatt blicken lassen. Wahrscheinlich wird es dabei dann auch um „Mehr als Fußball“ gehen , dem Buch über die Energie in Duisburg, als im Sommer 2013 die Existenz vom MSV Duisburg bedroht war. An Prosa über Ruhrort denke ich noch, an den Sound und die Komik von Lyrik und an Worte über die Ruhrstadt, also das Ruhrgebiet als identitätsstiftender Bezug für die Menschen der einzelnen Städte in der Region. Und eins ist ebenfalls sicher: Ich freu mich auf euch.

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13. März 2017 / Ralf Koss

Akzente 2017 inoffiziell – Eröffnung des inoffiziellen Programms mit Norbert Elias

Am Freitag sind die  38. Duisburger Akzente eröffnet worden. In diesem Jahr lautet das Motto des Kulturfestivals Umbrüche. Etwas später als geplant beginne ich nunmehr mein drittes inoffizielles Akzente-Programm drüben im Zebrastreifenblog und hole es hier nun rüber. Ob ich an jedem Tag Zeit und Idee für einen Programmbeitrag habe, weiß ich am offiziellen Eröffnungstag nie. Eine Unwissenheit, die zum Motto der Akzente in diesem Jahr passt. Wenn sich etwas umfassend verändert, eben das geschieht, was gemeinhin mit einem Umbruch einhergeht, dann ist eins gewiss, wie das Leben nach einem solchen Umbruch aussieht, weiß niemand genau. Behauptet wird zumeist etwas anderes.

Meinen Festival-Premierentag möchte ich mit  Norbert Elias beginnen. Seine Worte erinnern an etwas, was beim Hören des Wortes Umbruch schnell aus dem Blick gerät. Die Beschäftigung mit Umbrüchen weckt in besonderer Weise Gegenbilder des Unveränderlichen. Diese vermeintlichen anderen Möglichkeiten Leben oder Gesellschaft zu gestalten sind  Kraftquellen für die Autokraten dieser Tage und Parteien wie die AfD. Der besondere Blick auf den Umbruch suggeriert eine Gegenwelt ohne Veränderung. Manche dieser nicht aufhaltbaren, immer vorhandenen Veränderungen nennen Menschen Umbruch und werten sie damit auf besondere Weise. Wenn Norbert Elias den Mensch als einen Prozess bestimmt, rückt er diese ständige Veränderung ins Zentrum einer Beschäftigung mit dem oder den Menschen.

Hier genügt es daran zu erinnern, dass der Mensch ein Prozeß ist. Dies gehört zwar zu den elementarsten Erfahrungen eines Menschen, wird aber in der Reflexion aufgrund einer überwältigend starken Tendenz zur Zustandsreduktion gewöhnlich unterdrückt. Man spricht vielleicht davon, daß der Mensch einen Prozeß durchläuft, wie man ja auch sagt, daß der Wind weht, obgleich doch eben das Wehen der Wind ist. So mag sich auch das sprachliche Herkommen in uns etwas sträuben, wenn man den Satz hört: Der Mensch ist ein Prozeß.

Norbert Elias: Engagement und Distanzierung, Frankfurt am Main, 1983

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16. Dezember 2016 / Ralf Koss

Jetzt bestellen: Mehr als Fußball – Das Buch über Duisburg im Sommer 2013 und den Wiederaufstieg vom MSV

Es ist so weit. Mehr als Fußball ist lieferbar. Mehr als Fußball – so habe ich das Buch genannt, in dem ich vom Geschehen im Sommer 2013 rund um den MSV Duisburg bis zum Wiederaufstieg des Vereins in die 2. Liga zwei Jahre später erzähle. Was im Sommer 2013 geschah, schuf die Voraussetzung für den Erfolg zwei Jahre später. Diese besondere Geschichte des Sports ist zugleich eine besondere Geschichte Duisburgs, eine Geschichte zum Weitererzählen.

Ralf Koss, Kees Jaratz: Mehr als Fußball, 363 Seiten, € 14,90
ISBN 978-3-00-054423-1

Falls ihr Interesse am Buch habt, das Kontaktformular ausgefüllt und abgeschickt.

Rechtliche Hinweise und Datenschutz.

Wenn ihr einen ersten Eindruck gewinnen wollt, klickt auf die Vorschaubilder. Vorwort und die ersten Seiten der Geschichte des Sommers habe ich online gestellt.

16. August 2016 / Ralf Koss

Ruhrtriennale – Urban Prayers Ruhr in Duisburg-Marxloh

Der Ort der Aufführung gehört zum künstlerischen Konzept. Urban Prayers Ruhr, die erste Veranstaltung der diesjährigen Ruhrtriennale in Duisburg, fand am Sonntag in der DITIB-Merkez Moschee statt. Die Moschee in Marxloh gehört zu insgesamt sechs Begegnungsstätten unterschiedlicher Religionsgemeinschaft der Ruhrstadt, in der bis Mitte September die Text- und Lied-Collage von Björn Bicker zu sehen ist. Das Kunstprojekt soll zugleich Anlass zur Begegnung sein. Politische Diskussionen zur Türkei und zum Islam rücken in den Hintergrund, wenn bei Sonnenschein, Speisen und Getränken im Hof der Moschee der persönlicher Kontakt zwischen Besuchern der Ruhrtriennale und Gläubigen, die sich der Moschee verbunden fühlen, möglich ist. Die Hoffnung auf Verständigung erhält Bilder. Wovon später noch zu sprechen sein wird.

Mit Urban Prayers Ruhr hat Björn Bicker einen Text für die Ruhrstadt-Wirklichkeit umgeschrieben, der 2013 in München erstmals aufgeführt wurde. Zwei Schauspieler, und drei Schauspielerinnen lesen als „Chor der Gläubigen“ eine Collage aus Meinungen und Erzählungen über den Ruhrstadt-Alltag aus der Perspektive von Gläubigen der unterschiedlichen Religionen. Das sind oft widersprüchliche Sätze, die als bewusst gesetzter Effekt sich in einer der Schauspielerstimmen vereinen. Das ist eine der besonderen Einsichten dieser Collage, die Vielfalt der Haltungen, die zugewanderte Gläubige zu dieser deutschen Gesellschaft haben. Denn ein Thema kehrt in diesem Chor-Text immer wieder. Wie gehören wir als Gläubige dazu? Der religiöse Glauben erhält eine sehr weltliche Dimension, denn auch die Zugehörigkeit erweist sich als Glaube, der allerdings mit konkreten Erfahrungen im Alltagsleben bewiesen werden kann. Aus Glaube wird dann der rationale Beweis, der trennt oder zusammenführt.

Um sieben Themen herum hat Björn Bicker seine Collage arrangiert. „Fahren“, „Helfen“ oder „Bauen“ bieten Anlass zu einem  mehrstimmigen Gedankenfluss, für den das Grundthema Glauben der Nährboden ist. Immer wieder tauchen auch grundsätzliche Beschreibugen des Alltags auf, die auch Ungläubige äußern könnten. Das Zusammenleben wird angesprochen, Schwierigkeiten und Gelingen. Das Ringen um Selbstbewusstsein und Identität ist immer nahe. Fragen der Lebensfühung in den Regeln des Glaubens werden berührt, das Verhältnis von Unglauben und Religiösität. Von Erfahrung mit Vorurteilen ist zu hören. Manchmal entsteht Komik.

Der gesprochene Chor wechselt sechsmal in den Chorgesang über. Das großartige ChorWerk Ruhr übernimmt dann und trägt sechs Lieder vor aus den verschiedenen Glaubensrichtungen. Jedes einzelne dieser Lieder wird zu einem Ereignis. Es verbreitet sich der Zauber einer einzigen vollkommenen Stimme, die sich teilen kann und wieder zusammen findet. Welch voluminöser Klangkörper ist dieses ChorWerk Ruhr. Welch einzigartigen Chor gibt es da in dieser Ruhrstadt.

Der Gedankenfluss der Texte hätte an manchen Stellen pointierter sein können. Für mich wiederholte der gesprochene Chortext zum Ende hin zu oft etwas, was ich schon gehört hatte. Zu oft wurden dieselben Themen in zu wenig Variation aufgegriffen. Das ist allerdings nur ein kleiner Makel eines sehenswerten Ruhrtriennale-Projekts.

Im Programmheft beschreibt Björn Bicker unter der Überschrift „Wie wir leben wollen“ eine Hoffnung, und damit komme ich noch einmal auf das zu sprechen, was im Innenhof der Moschee vor und nach der Veranstaltung zu sehen war. Björn Bicker hat für sein Projekt mit Ruhrstädtern gesprochen und sie gefragt, was ihnen am Ruhrgebiet besonders gefällt. Fast jedes Mal sei die Antwort dieselbe gewesen: die Vielfalt. Für ihn beantwortete das zugleich die Frage, in welchem Land wir leben wollen. Er weiß, eine an den Menschen orientierte Sozial- und Bildungspolitik muss hinzu kommen, dann könnten wir vielleicht irgendwann ganz selbstbewusst sagen: In Vielfalt vereint.

Wahrscheinich wird er bei den meisten im Publikum an diesem Sonntag mit solchen Sätzen offene Türen einrennen. Der Alltag mit Schwierigkeiten des Zusammenlebens ist weit weg an einem solchen Sonntag, vielleicht ist so ein Alltag für viele im Publikum grundsätzlich weit weg. Auch DITIB als politisches Problem hat es an diesem Sonntag nicht gegeben. Dennoch brauchen wir diese Bilder des Gelingens. Nichts spricht gegen sie.

Weitere Vorstellungen:

21. August, 16 Uhr: House of Solution, Mülheim a. d. Ruhr
28. August, 14.30 Uhr: Sri-Kamadchi-Ampal-Tempel, Hamm
4. September, 16 Uhr: Lutherkirche, Dinslaken-Lohberg
11. September, 15 Uhr: Serbisch-Orthodoxe Kirche, Dortmund-Kley
18. September, 16 Uhr: Synagoge Bochum

Eintrittskarten und weitere Informationen mit einem Klick zur Seite der Ruhrtriennale

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